Apple Pay wurde am 11. Dezember 2018, in Deutschland gestartet. Bezahlt werden kann mit Apple Pay an allen NFC-fähigen Kassen-Terminals, so vermeldet es der Konzern aus Cupertino, die mit dem Apple-Pay-Logo oder dem Zeichen für kontaktlose Zahlung versehen sind. Foto: Apple

Apple will den NFC-Chip in iPhones und iPad bis Ende des Jahres freigeben. Nutzen kann den Nahfeldfunk aber keine Bank sondern das UK Home Office für deren „Brexit App“.

Apple gibt offensichtlich den Zugriff auf den NFC-Chip der iPhones frei. Das berichtet der Guardian auf seiner Website. Das haben nicht nur deutsche Banken – unter anderem die hiesigen Sparkassen und Volksbanken – schon seit langem gefordert. Nun wird die Near Field Communication (NFC) nicht für eine Bank sondern für das Innenministerium des Vereinigten Königreichs (UK) offengelegt. Das Home Office möchte damit ihre „Brexit App“ auch auf Smartphones von Apple ausrollen. Mit der Software sollen EU-Bürger einen dauerhalften Aufenthaltstitel beantragen können. Dazu muss der Ausweis-Chip mit NFC-Funk ausgelesen werden. Aktuell funktioniert das nur mit Android-Geräten.

Der Guardian zitiert den UK-Innenminister Sajid Javid, er habe zahlreiche Gespräche auf höchster Ebene geführt und Apple bestätige, dass notwendige Änderungen vorgenommen würden. Die „Brexit App“ würde danach auf iPhones und auf iPads Ende des Jahres funktionieren.

Ende der NFC-Verschlossenheit?

Ob das quasi der Anfang vom Ende von Apples NFC-Verschlossenheit ist, bleibt offen. Zumindest hatte der Hersteller aus Cupertino bislang alle Anfragen und Forderungen von Banken mit einem dann bestehenden Sicherheitsrisiko abgeschmettert.