Foto: Apple

Apple Pay wurde am Dienstagmorgen, 11. Dezember 2018, in Deutschland gestartet, nachdem der Bezahldienst bereits 2014 in den USA und 2015 im Vereinigten Königreich eingeführt wurde. Konkurrent Google Pay hatte auf dem hiesigen Markt die Nase ein bisschen vorn, denn er ging bereits im Juni 2018 an den Start.

„Wir freuen uns Apple Pay heute nach Deutschland zu bringen, um eine einfachere, schnellere, sicherere und vertraulichere Bezahlmöglichkeit mit iPhone und Apple Watch zu bieten. Apple Pay ist heute weltweit in 26 Märkten mit über 5.200 Bankpartnern aktiv,“ sagt Jennifer Bailey, Vice President of Internet Software and Services and Apple Pay von Apple.

Zahlen mit Apple Pay erfolgt einfach mit Touch ID auf dem iPhone oder durch einen Doppelklick auf den Seitentaster sowie durch Authentifizierung mittels eines Blicks per Face ID. Bezahlt werden kann mit Apple Pay übrigens an allen NFC-fähigen Kassen-Terminals, so vermeldet es der Konzern aus Cupertino, die mit dem Apple-Pay-Logo oder dem Zeichen für kontaktlose Zahlung versehen sind.

Noch fehlen große Banken

Bislang unterstützt nur eine begrenzte Zahl an Banken und Dienstleister den Dienst in Deutschland. Auf der Liste von Apple stehen unter anderem:
  • American Express
  • Maestro
  • Mastercard
  • Visa
  • Deutsche Bank
  • HypoVereinsbank
  • comdirect
  • N26
  • o2 Banking
  • Hanseatic Bank
  • boon
  • bunq
  • fidor Bank
  • Edenred
  • VIMPay

In 2019 sollen, so steht es auf der Apple-Website, noch folgende Banken und Organsationen folgen:

  • ConsorsBank
  • Consors Finanz
  • Crosscard
  • DKB
  • Fleetmoney
  • ING
  • Revolut
  • Sodexo
  • Viabuy

Wer eine der teilnehmenden Kreditkarten besitzt, kann diese nicht unbedingt für Apple Pay nutzen. Denn das geht nur, wenn die ausgebende Bank auch am Bezahldienst von Apple teilnimmt. Die Girocard, weitläufig auch noch als EC-Karte bekannt, wird nach bisherigen Informationen nicht unterstützt.

Apple-Geräte für Sparkassen von Interesse

Sparkassen und Volksbanken sind in Deutschland nicht mit von der Partie. Beide Verbände setzen auf eigene Bezahl-Lösungen, die es aufgrund der auf Apple-Geräten gesperrten NFC-Funktion bislang nur für Android-Telefonen gibt. Der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken vermeldet am 11. Dezember via Twitter zu Apple Pay: „Wir sind grundsätzlich offen, bieten es aber derzeit nicht an.“ Auf Smart-wohnen-Anfrage erklärt Thomas Rienecker vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV): „Die Sparkassen und Landesbanken werden auch künftig ihre Leistungspalette im Zahlungsverkehr erweitern. Von besonderem Interesse hierbei ist auch das mobile Bezahlen mit den iOS-Geräten von Apple. Die Sparkassen-Finanzgruppe prüft hierzu die Optionen.“ Noch 2014, zur USA-Einführung von Apple Pay, hatte DSGV-Expertin Sibylle Strack im Spiegel-Interview getönt: „Wenn das System in Deutschland eingeführt wird, kommt Apple an den Sparkassen nicht vorbei.“

Viele Händler sind bereit

Auf der Händlerseite stehen aktuell unter anderem so bekannte Namen wie:
  • Adidas
  • Apple
  • Aldi Nord und Süd
  • Aral
  • Backwerk
  • Burger King
  • Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG)
  • C&A
  • Conrad
  • Cyberport
  • DM
  • Galeria Kaufhof
  • Lidl
  • Kaufland
  • MacDonalds
  • MediaMarkt
  • Netto
  • Norma
  • Saturn
  • Real
  • Shell
Zum Bezahlen von Waren und Dienstleistungen in Apps oder dem Apple-Browser Safari funktioniert Apple Pay mit iPhone 6 und neuer, iPhone SE, iPad Pro, iPad (5. Generation und neuer), iPad Air 2 und iPad mini 3 und neuer. Man kann Apple Pay in Safari auch auf jedem Mac verwenden, der in oder nach 2012 mit macOS Sierra eingeführt wurde, und die Zahlung mit iPhone 6 oder neuer oder Apple Watch oder mit Touch ID auf dem neuen MacBook Pro und MacBook Air bestätigen.
Weitere Informationen zu Apple Pay gibt es direkt bei Apple unter: https://www.apple.com/de/apple-pay/