Roland Klemens

Zwei Bauherren sprechen über die Hintergründe, warum sie sich für Häuser mit hoher Gebäudeintelligenz entschieden haben sowie über die vielen Möglichkeiten, die Smart-Home-Systeme bieten.

Im rheinland-pfälzischen Konken entschieden sich Vater Roland Klemens und Sohn Lars, ihre neuen Eigenheime direkt nebeneinander zu bauen. Da ihnen als Elektroplaner von berufs wegen die technische Ausstattung besonders wichtig ist, entstanden zwei Häuser mit hoher Gebäudeintelligenz. „Neben den eigenen Wünschen nach komfortabler Haustechnik ging es uns auch darum, die funktionalen Möglichkeiten eines intelligenten Zuhauses zu testen“, so Roland Klemens. Vater und Sohn entschieden sich für eine KNX-Systemtechnik, also einen offenen Standard der Gebäudeautomation, der Marken Hager, Berker und Elcom.

Was leistet Ihre Smart-Home-Installation?

Roland Klemens: Im Prinzip alles, was ein KNX-System abdeckt – und damit sicherlich mehr als normalerweise üblich ist. Es lassen sich Funktionen der Beleuchtungs-, Heizungs- und Jalousiesteuerung vernetzen sowie die Wohnraumlüftung und der Antrieb für das Garagentor. Aber natürlich wird auch der Sicherheitsaspekt großgeschrieben. Dazu tragen eine Einbruchmeldeanlage samt Zutrittskontrolle sowie vernetzte Rauchwarnmelder bei. Basis des Ganzen ist das Visualisierungs- und Bediensystem „domovea“ von Hager. Damit lassen sich bis zu 50 Szenarien erstellen, in denen Funktionen miteinander clever verknüpft werden. Das bedeutet etwa, dass wir festlegen können, ab welcher Uhrzeit oder Helligkeit die Jalousien heruntergefahren werden und gleichzeitig, wann der Wohnraum in welchem Maße beheizt wird.

Lars Klemens

Wie steuern Sie Ihr Smart Home?

Lars Klemens: Grundsätzlich lässt sich alles per Schalter oder aber App steuern. Auf Erstere haben wir so weit wie möglich verzichtet, da zu viele Schalter oder Taster nicht zum reduzierten Design passen würden. Die wenigen verbauten sind dann eher beispielsweise für Gäste oder unsere Haushaltshilfe – also Personen, die keinen Zugriff auf die Steuerung haben. Wir bevorzugen es, möglichst viele Funktionen per App zu bedienen.

Wie haben Sie die Bedienung der Beleuchtung in den unterschiedlichen Wohnbereichen gelöst?

Lars Klemens: Im Wohnraum wollten wir für jede Tageszeit und jeden Anlass die optimale, also funktionale und atmosphärische Ausleuchtung. Dafür haben wir auf unterschiedliche Lösungen gesetzt: in Wände und Decken eingelassene LED-Leuchtbänder, indirekt beleuchtete Deckensegel, Halogenstrahler sowie RGB Lichtdeckenelemente, die für farbiges Licht sorgen. Letztere lassen sich ganz einfach über das Smartphone oder ein Wandtableau einstellen.

Roland Klemens: In den Durchgangsbereichen Flur oder Treppenaufgang, die meist nur kurz frequentiert werden, haben wir uns für eine automatische Lichtsteuerung entschieden, nämlich über Präsenz- und Bewegungsmelder in Decke und Wänden. Sie ist unter anderem so programmiert, dass die Melder aktiviert werden, sobald das Tageslicht unter eine gewisse Stärke fällt. Zudem tritt das künstliche Licht tages- und nachtabhängig in unterschiedlicher Stärke auf.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Ab heute smart!