Foto: Carsten Steinke

Kompakt, zum Aufklappen, 21 Megapixel und vieles mehr: Wir hatten die Drohne Anafi vom französischen Hersteller Parrot im Test.

Was als erstes auffällt, ist die kleine Transportbox. Langgezogen, grau und mit einem Reißverschluss zu öffnen. Dort hinein soll eine ausgewachsene Drohne passen? Sie passt. Soviel sei bis hierher verraten. Und die Box macht den Transport des Fluggerätes sehr einfach und unkompliziert. Am Startort angekommen, ist die Drohne schnell ausgepackt, die vier Arme mit den Rotoren ausgeklappt. Der Controller, der nicht mit in die Transportbox passt ist ebenfalls schnell einsatzbereit: die Halterung fürs Smartphone wird dafür einfach aufgeklappt. Jetzt muss noch das Handy eingeschoben, die Kabelverbindung hergestellt, die App namens „FreeFlight“ gestartet werden und schon kann das Flugerlebnis beginnen. Ein Tippen auf „Takeoff“, schon hebt die Drohne ab und steht rund 1,5 Meter über dem Erdboden in der Luft. Technisch ist das Fluggerät von Parrot auf der Höhe der Zeit. Nur einen Haken hat es doch. Im Gegensatz zur direkten Konkurrenz fehlt die Kollisionserkennung. Da sollte der Pilot die Umgebung immer gut im Auge behalten.

Das kann die Parrot Anafi

Die Kamera der Anafi kommt mit 4K-Auflösung und HDR daher. Sie ist einem Gimbal gelagert und bietet, so der Hersteller, 180-Grad-Neigungsfunktion und einen bis zu 2,8-fachen verlustfreien Zoom. Eine 3-Achsen-Bildstabilisierung sorgt für stabile Videos und Fotos. Die Drohne bleibt bei Wind von bis zu 50 Kilometer pro Stunde stabil und kann im Sport-Modus bis Tempo 53 beschleunigen. Die maximal mögliche Distanz zwischen Controller und Drohne soll bis zu vier Kilometer betragen. Das Startgewicht ist übrigens 320 Gramm. Das klingt leicht, könnte aber leicht zu einem Problem werden. Denn ab 250 Gramm besteht Kennzeichnungspflicht. Also, wer legal abheben möchte, muss an der Anafi eine Plakette mit Namen und Anschrift des Eigentümers anbringen.

Die Anafi macht einfach Spaß und kann beinahe schon ein wenig süchtig machen. Sie ist schnell startbereit und genauso schnell wieder im Rucksack verschwunden. Wenn da nicht die rechtlichen Rahmenbedingungen wären. Wer die beachtet und rund 600 Euro über hat, sollte sich diesen Spaß unbedingt gönnen.

Grafik: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

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