Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste! Es gibt viele Möglichkeiten, vor allem durch smarte Helfer, das eigene Haus sicherer zu machen.

Die Wohnung oder das Haus erst gar nicht zur Zielscheibe eines Einbrechers werden zu lassen, ist der beste Weg, sich zu schützen. Ein Einbrecher verwendet statistisch gesehen maximal zwei Minuten darauf, ein Fenster oder eine Balkontüre zu öffnen, bevor er davon ablässt. Warum? Ein herkömmliches Fenster (oder Balkon-/Terrassentür) lässt sich im Handumdrehen öffnen. Nach zwei Minuten erfolglosen Werkelns aber weiß der Einbrecher, da geht auch in zehn Minuten nicht mehr, das Fenster ist speziell gesichert, ab zum nächsten Haus. Mythos ade: Selten wird ein „professioneller“ Täter eine Glastür oder ein Fenster einschlagen: zu laut, zu gefährlich. Die meisten Einbrüche passieren dabei nicht in der Nacht, wie im Film, sondern am Tage, wenn Sie bei der Arbeit sind. Wachsame Nachbarn haben hier schon so manchen mit Blaumann verkleideten „Handwerker“ überführt, der sich an den Fenstern zu schaffen machte.

Mechanisch, elektrisch, smart

Was ist also der Einbruchschutz? Gerade an Bad- oder WC-Fenstern tut es das gute alte, aber optisch fragwürdige Gitter. Diskreter, aber immer noch mechanisch, sollten die Fenster mindestens mit der Widerstandsklasse RC 2 gesichert sein, was dem oben genannten Gelegenheits-Einbrecher standhält. Diese Sicherheitsstufe könnte beispielsweise nicht sichtbare Pilzkopfverriegelungen beinhalten. Kleiner Tipp: Ein Schloss am Fenstergriff hilft nichts – der Einbruch passiert eher am Scharnier, als am Schloss. Weitere Möglichkeiten sind Zusatzriegel, Einsteckschlösser, Sicherheitsschließbleche oder Bändersicherungen. Heutzutage oder in baldiger Zukunft ist es aber mit mechanischen Einbruchhemmern allein vielleicht nicht mehr getan. Wagen Sie deshalb ruhig einen Blick in die smarte Absicherung. Das geht weit über die klassische Alarmanlage hinaus.

Mit entsprechenden Gadgets und der passenden Software oder App bekommen Sie den Einbruchsversuch live aufs Smartphone. Simple Fenster- und Türsensoren gehören dabei zu jedem gut sortierten Smarthome-Sicherheits-Paket und können, genau wie die Überwachungskamera, Alarm schlagen. Ein Smarthome-System, das mit allen Elementen verbunden ist, kann ein Überwachungsnetz aus Sensoren, Bewegungsmeldern und Kameras mit Mikrofon spannen. Hier bleibt kein Einbruchsversuch unbemerkt. Mehr Komfort ist auch drin: Das leidige Thema „bin ich da, wenn mein Paket kommt?“ ist kein Thema mehr. Das System benachrichtigt Sie, wenn der DHL-Mann an der Tür klingelt; via App und Live-Schaltung zur Türanlage sagen Sie ihm übers Display, wo er das Paket abstellen soll, da Sie nicht zu Hause sind. Bei gutem Vertrauensverhältnis können Sie ihn auch von fern ins Haus lassen. Wieder steht aber auch bei den smarten Möglichkeiten die Prävention im Vordergrund. Stichwort: Anwesenheitssimulation! Sie erinnern – die meisten Einbrüche geschehen am Tage, wenn wir nicht zu Hause sind. Hat es den Anschein, als wären wir zu Hause, ist das Objekt der Einbrecherbegierde schon nicht mehr interessant. Unrhythmisches Licht An- und Ausschalten, ein paar Minuten Fernseher, Stimmengewirr aus der Konserve, oder automatisches Jalousien Bewegen – geschickt trickst das System jeden Beobachter aus. Selbstverständlich kann auch die Simulation per Fernzugriff aktiviert und überprüft werden.

Gut kombiniert mit smarten Schließsystemen