Amazon, Google, Apple, Samsung: Alle wollen mitmischen, wenn es um das Thema smarte Assistenten geht. Den deutschen Verbraucher können Alexa, Bixby, Siri und der Google Assistant jedoch noch nicht überzeugen.

Alexa, Siri und der Google Assistant haben die klassische Hausautomation verlassen und treten bereits einen globalen Siegeszug an. Auch in Deutschland können viele Menschen anno 2018 etwas mit smarter Sprachsteuerung anfangen. 91 Prozent der Deutschen wissen, was ein digitaler Sprachassistent ist. Das hat Splendid Research im November 2017 veröffentlicht. Aber nur 37 Prozent sprechen aktiv mit den Frauen. Auf Platz 1 sehen die Meinungsforscher Google Assistant, auf dem Silberrang Siri, mit der Bronzemedaille wurde Cortana behängt. Auf dem undankbaren 4. Platz folgt Alexa. Ganz anders sehen es die Statistikfreunde von Statista. Die sehen Alexa vor dem Google Assistant. Einigkeit über die Platzierung besteht also nicht. Zumindest ein Trend ist aber dennoch abzulesen: Viele Deutsche kennen die smarten Lautsprecher beziehungsweise die smarten Assistenten. Nur wenige konnten sich bislang jedoch durchringen, sie auch ins Haus zu holen. Genutzt werden sie wenn, dann hauptsächlich auf dem Smartphone.

Smarte Sprachassistenten: Siri von Apple

Eine Hiobsbotschaft am Rande: Die alte Dame Siri könnte in der Entwicklung weiter sein. Diesen Satz würden sicher viele Nutzer unterschreiben und Apple scheint daran zu arbeiten, aber nun hat sich quasi Siris Vater zu Wort gemeldet. Zu erst ein kurzer Ausritt in die Geschichte: 2007 wurde die Firma Siri Inc. in den USA gegründet. Gründerväter und damit quasi einer der Väter der heutigen Siri war unter anderem Norman Winarsky vom Stanford Research Institute der Stanford University. Im April 2010 kaufte Apple das Unternehmen mit allen Rechten an den Produkten. Apples Siri wurde dann im Oktober 2011 während der Präsentation des iPhone 4s vorgestellt.

Nun hat Norman Winarsky in einem Interview mit dem US-Online-Magazin Quartz überrascht gezeigt, wie wenig Siri acht Jahre nach der Übernahme durch den iPhone-Konzern kann. Siri stolpere noch immer über Sprachanfragen und kämpfe damit Dinge, die sie über den Nutzer wissen sollte, in nützliche Antworten zu integrieren. Siri bleibe der meist genutzte Sprachassistent, die Nutzung sei aber rückläufig. Dagegen scheint der Kult-Konzern aus dem kalifornischen Cupertino etwas unternehmen zu wollen. Jüngst vermeldete die New York Times mit der Schlagzeile „Apple Hires Google’s A.I. Chief“, eine spannende Personalie. Mit John Giannandrea wechsele der Chef für künstliche Intelligenz (KI) des Suchmaschinen-Riesen zu Apple. Manager aus dem Silicon Valley und Analysten werten, so das Blatt weiter, den Wechsel von Giannandrea als Sieg für Apple, das im Bereich der KI seinen Mitbewerbern aktuell hinterherhinke.

Samsung mischt mit

Neu auf dem Parkett der smarten Lautsprecher soll sich, wenn es nach Samsung geht, eine weitere Dame namens Bixby tummeln. Bislang war sie fast ausschließlich in Kühlschränken und den Smartphones des koreanischen Herstellern anzutreffen. Noch auf der letztjährigen IFA war auf Smart-wohnen-Nachfrage aus dem Mischkonzern zu vernehmen, dass es nicht geplant sei, Bixby in einen Lautsprecher zu pressen. Das scheint überholt, denn im Internet wird mittlerweile sogar ein Name für den Speaker kolportiert: „Vega“. Und bereits im August 2017 vermeldete der US-amerikanische TV-Sender CNBC DJ Koh, Samsungs Präsident für Mobiltelefone, habe dem Sender bestätigt, dass ein smarter Lautsprecher in Arbeit sei. Koh bezeichnete den Markt im Interview mit dem Sender als heiß umkämpft. Wir dürfen gespannt sein, wie die Entwicklung weitergeht.

Tabelle | Sprachassistenten: Fragen und Antworten
Wir haben den smarten Assistenten Alexa, Bixby, Google Assistant und Siri Fragen gestellt und getestet wie alltagstauglich sie sind. Die Antworten erfahren Sie in der Tabelle.

 

Nicht der Renner

Vorheriger ArtikelSmarter Indoor-Grill: Optigrill von Tefal
Nächster ArtikelSmarte Beleuchtung
Medieninformatiker, Chefredakteur, UK-Freund und Braunschweiger. Wenn es um Smart-Home-Technik geht, ist er ganz vorn mit dabei. Seit Mai 2016 arbeitet Carsten Steinke beim Family Home Verlag und ist dort unter anderem für "Smart wohnen" verantwortlich. Vorher war er bei diversen Tageszeitungen in Norddeutschland tätig.