Mit der Video Doorbell können Sie den alten Klingelknopf gleich neben der Haustür zum sprichwörtlichen alten Eisen werfen. Mit dem Gerät können Sie Auge in Auge mit dem Menschen vor Ihrer Haustür reden.

Ring

Ring, der Name ist Programm. Nein, damit ist nicht der typische Ton einer Türklingel gemeint. Vielmehr geht es um die Türklingel selbst und den ursprünglichen Hersteller namens Ring. Aber erst einmal zurück zur Türklingel. Wer seine Türkommunikation auf den neusten Stand heben möchte, hat mit der einfach nur Video Doorbell genannten Klingel eine unkomplizierte Lösung zur Hand. Und auch der Name Video Doorbell sagt eigentlich schon alles. Denn das kleine und handliche Gerät verbindet quasi Klingel und Smartphone. So kann der Hausbesitzer mit seinem Gast oder dem Paketboten vor der geschlossenen Tür sprechen und ihm dabei in die Augen schauen, ohne die Tür zu öffnen oder gar im Haus zu sein. Denn die smarte Klingel ist mit dem heimischen WLAN verbunden und konnektiert mit dem Server des Herstellers. Nur so ist das von Ring versprochene „Sehen, hören und sprechen Sie mit Ihren Besuchern von überall aus“ machbar.

Ring
Alles dabei: Der Klingel liegt auch eine Schachtel mit der Beschriftung „Install Tools“ bei. Darin sind nicht nur Schrauben und Dübel, sondern auch Schraubenzieher, Bohrer und Wasserwaage.

Jetzt benötigt der smarte Türklingel-Besitzer nur noch die Ring-App und ein Konto beim Hersteller. Letzteres geht innerhalb der App leicht von der Hand. Der kostenpflichte Zusatz namens „Sicherheitsvertrag“ bietet unter anderem das Speichern der aufgezeichneten Videos für 3 Euro im Monat pro Kamera. Wer 10 Euro im Monat über hat, kann zusätzlich unbegrenzt viele Kameras einsetzen und erhält beschädigte oder gestohlene Rings kostenlos ersetzt. Wer kein Geld in die Hand nehmen möchte, sieht ausschließlich die Live-Bilder.

 

Amazon hat Ring geschluckt

Ring
Ganz schön groß: Die Klingel mit Akku, Kamera und WLAN-Modul ist ganz schön groß. Aber irgendwo muss die Technik ja untergebracht werden.

Die Klingel bringt übrigens 1080p HD-Weitwinkel-Video, ein eingebautes Mikrofon und Lautsprecher sowie Bewegungssensoren und Infrarot-Nachtsicht mit. Die von uns getestete Video Doorbell 2 verfügt über einen Akku und lässt sich so ohne Bohren und Kabelverlegen installieren. Das Gerät ohne die 2 im Namen muss ganz klassisch mit Strom (8-24 VAC) versorgt werden.
Zum Schluss ein kurzer Blick auf den Hersteller. Das Start-up Ring, vor rund fünf Jahren unter dem Namen DoorBot angetreten, wurde Anfang 2018 von Amazon aufgekauft. Damit hat der bekannte Onlinehändler den Bereich rund ums Smart Home weiter ausgebaut. Spiegel Online schreibt dazu: „Der Kauf der Firma Ring ist für Analysten ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen diese Form der Zustellung in Abwesenheit des Empfängers noch
weiter ausbauen will.“

 

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Carsten Steinke
Medieninformatiker, Chefredakteur, UK-Freund und Braunschweiger. Wenn es um Smart-Home-Technik geht, ist er ganz vorn mit dabei. Seit Mai 2016 arbeitet Carsten Steinke beim Family Home Verlag und ist dort unter anderem für "Smart wohnen" verantwortlich. Vorher war er bei diversen Tageszeitungen in Norddeutschland tätig.