Zum Set gehören der Pictionary Air-Stift und 112 doppelseitig bedruckte Begriffskarten. Foto: Monika Läufle

Damit unter dem Christbaum keine Enttäuschungen liegen, haben wir eine potenzielle Geschenk-Idee getestet: den „Pictionary Air“-Stift.

Hätte es ein Zettel und ein Stift nicht auch getan? Die Grundidee des Spiels ist schließlich bekannt. Die Mitspieler müssen erraten, welchen Begriff der Spieler zeichnet. Tatsächlich macht die virtuelle Variante Laune. Vor allem, weil wir uns nicht auf DIN-A4-Größe beschränken müssen und wir mit dem Bild interagieren können. Wir malen Giraffen (fast) lebensgroß, stellen uns aufs digitale Snowboard und wärmen uns an virtuellen Flammen. „Aufgebaut“ ist das Spiel schnell. Wir brauchen nur die Batterie in den Air-Stift (Schraubenzieher nötig) einzusetzen und die App (ohne Registrierung) herunterzuladen. Diese führt durch die Spielregeln und gibt Tipps. Zum Beispiel sollen wir vermeiden, vor einer Lichtquelle oder grünen Wand zu stehen. Aus gutem Grund: Abends, wenn nur künstliches Licht zur Verfügung steht, kann das Bild grieselig werden. Der Spielfreude tut das keinen Abbruch. Auch nicht, dass wir mit dem Stift nicht besonders fein malen können. Da man seine Zeichnung selbst nicht sieht und die Mitspieler das Smartphone halten müssen, was ohne Wackeln nicht geht, wären detaillierte Zeichnungen sowieso nicht möglich. Bei vielen Spielern sinnvoll: Wer einen Streaming-Dienst wie Apple TV oder Chromecast hat, kann das Bild auf den Fernseher übertragen. Wir projizieren alternativ per Screen-Mirroring den Smartphone-Bildschirm auf die Leinwand. Probleme macht, dass die App nicht mehr erkennt, welche Linien vom Stift direkt kommen und welche es von der Leinwand „abfotografiert“. Ein Striche-Gewirr ist die Folge. Das Problem lösen wir, indem wir uns neben die Leinwand stellen. Unser Fazit: Gerade für Gruppen ist das Zeichenspiel, das ca. 25 Euro kostet, ein kurzweiliger und lustiger Zeitvertreib, auch wenn die Bild- und Materialqualität nicht überragend ist.