Datensicherheit in Zeiten von SmartHome
Datensicherheit in Zeiten von Smart Home. Foto: Carsten Steinke

Sie sind der Meinung smarte Technik öffnet dem Einbrecher sprichwörtlich Tür und Tor? Mit einer starken Verschlüsselung und dem richtigen Verhalten sind Sie und Ihre Daten sicher in Ihrem Smart Home.

Komfort, Energiesparen und Sicherheit sind die drei großen Vorteile einer Smart-Home-Installation in den eigenen vier Wänden. Das Thema Sicherheit beschränkt sich dabei eher auf die Einbruch- denn auf die Datensicherheit. Letztere ist aber für die aktuellen sowie die zukünftigen Nutzer ein wichtiger Punkt. „Skeptiker gibt es vor allem im Hinblick auf den Datenschutz und die Sicherheit der übermittelten Informationen. Für genau ein Drittel ist das ein Grund, Smart Home-Lösungen links liegen zu lassen“, hat eine Studie des internationalen Beratungs- und Prüfungsunternehmens Deloitte ergeben.

Mehr Menschen teilen mehr Daten

Und: „Obwohl die allgemeine Skepsis weiterhin groß zu sein scheint, sind mehr Menschen bereit, ihre Daten zu teilen. Waren 2015 noch 57 Prozent zu keinerlei Kompromissen bereit, sind es jetzt nur noch 52 Prozent. Dafür würden 14 Prozent in jedem Fall, 34 Prozent unter bestimmten Bedingungen teilen (2015: 12 beziehungsweise 31 Prozent). Die Jungen zeigen sich erwartungsgemäß offener als die Älteren. Dabei vertrauen auch sie eher Anbietern aus der Consumer Electronics- und Telekommunikationsbranche als den großen Internetfirmen.“ Da hilft es auf Nummer sicher zu gehen und sich für ein Smart-Home-System zu entscheiden, dass von Haus aus mit einer starken Verschlüsselung daherkommt. Viele Hersteller liefern Ihre Systeme und Geräte mit einer AES-Verschlüsselung aus. AES steht dabei für Advanced Encryption Standard. Die Zahl die dem Kürzel folgt gibt die Schlüssellänge in Bit an. Kurzum gilt: Je länger der Schlüssel desto schwieriger die Entschlüsselung.

Immer schön sicher bleiben

Der Datenrettungs- und Datenmanagementexperte Ontrack vermeldet dazu auf seiner deutschen Website: „AES-192 und AES-256 sind in den USA für staatliche Dokumente mit höchster Geheimhaltungsstufe zugelassen und gelten momentan als nicht zu entschlüsseln. Allerdings wird das nicht immer so bleiben. Bei allen von Computern erzeugten Schlüsseln kann – zumindest theoretisch – eine mathematische Entschlüsselungs-Lösung gefunden werden.

Die Sache mit der brutalen Gewalt

Und bei der Brute Force Methode ist es nur eine Frage der Rechengeschwindigkeit des oder der eingesetzten Computer, bis man Erfolg hat. Im Falle von AES benötigt man einen Supercomputer, der heute mehrere Milliarden US-Dollar kosten würde.“ Also müsste ein potenzieller Einbrecher, nicht nur über Zugang zu einem Supercomputer verfügen, er müsste diesen auch lange rechnen lassen, um am Ende die Barschaft der Hausbesitzer davon zu tragen. Ein eher unwahrscheinliches Unterfangen. Der private Smart-Home-Nutzer sollte daher sicherstellen, dass seine Daten mit einer starken Verschlüsselung (idealerweise AES-256) transportiert werden.

Unser Web-Tipp zum Thema

BSI
Foto: BSI

Das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat einige Tipps und Broschüren (PDF-Download) zur Datensicherheit im Smart Home zusammengetragen.

 

 

 

https://www.smartwohnen.de/sicher-und-smart-853/

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Medieninformatiker, Chefredakteur, UK-Freund und Braunschweiger. Wenn es um Smart-Home-Technik geht, ist er ganz vorn mit dabei. Seit Mai 2016 arbeitet Carsten Steinke beim Family Home Verlag und ist dort unter anderem für "Smart wohnen" verantwortlich. Vorher war er bei diversen Tageszeitungen in Norddeutschland tätig.