Mini-Me: Telekom Mini Speaker im Test

Im vorletzten Heft haben wir den Smart Speaker der Telekom getestet. Nun hatten wir die „Mini“-Version vorliegen. Ändert die Größe etwas an der Leistung?

Grundsätzlich habe ich nichts gegen Kabel. Wirklich nicht. Nur hier stört es mich. Der Speaker misst gerade einmal 10 Zentimeter in der Breite und 4,5 Zentimeter in der Höhe. Ich könnte ihn so schön unauffällig aufstellen… wenn das Stromkabel nicht wäre. Dieses windet sich unschön vom Couchtisch zur Steckdose. Eine Akku-Lösung wäre ästhetischer gewesen, denke ich mir, während ich das Gerät einrichte. Das geht einfach von der Hand. Das ist zum einen der sechsseitigen Kurzanleitung zu verdanken, aber auch der Sprachassistenz, die sagt, was zu tun ist oder warum etwas nicht funktioniert. Nur das Menü „Meine Geräte“ ist nicht sofort ersichtlich. Das muss ich erst mal suchen, um darüber den Speaker verbinden zu können. Das steht nicht in der Anleitung und die Sprachassistenz sagt das ebenfalls nicht an.

Nur für Kunden?

Bei der Entwicklung hatte der Hersteller seine Kunden im Blick. Wer einen Telekom-Festnetz- oder Mobilfunk-Vertrag hat, kann über den Speaker telefonieren. Wer Magenta SmartHome oder -TV installiert hat, kann diese dank Speaker per Sprache, anstatt per Fernbedienung oder App, steuern. Macht das Produkt überhaupt Sinn, wenn man kein Kunde ist? Jein. Richtig profitieren zwar die Nutzer, die einen Vertrag haben und so alle Funktionen nutzen können, aber auch ohne Vertrag ist das Gerät nutzbar und die Gimmicks ganz nett.

Leuchtet der Ring magentafarben, verarbeitet der Sprachassistent Gesagtes. Ist er grün, ruft jemand an. Bei rot ist das Mikrofon stumm ­geschalten. Das alles ist übersichtlich in der App nachzulesen. Foto: Monika Läufle

Neuer Sprachassistent

Ebenso funktioniert die eigens entwickelte Sprachassistenz „Hallo Magenta“ unabhängig davon. So habe ich mich vom Speaker wecken lassen und mit seiner Hilfe To-do-Listen erstellt. Das funktioniert problemlos. Praktisch ist, dass die App zu jedem Anwendungsbeispiel typische Sprachbefehle nennt. Wer beispielsweise sagt „Hallo Magenta, was gibt es Neues?“, bekommt die Tagesschau in 100 Sekunden vorgelesen. Beim Testen gibt es nur beim Radiohören eine kurze Verzögerung. Ansonsten reagiert der Speaker sofort. Schade ist, dass der Deutsch-Englisch-Übersetzer, wie schon beim „großen“ Speaker, nur in eine Richtung funktioniert, also mir nur deutsche Wörter und einfache Sätze ins Englische übersetzt. Auffällig ist, dass die Sprachassistenz bei dieser Anwendung abgehackter spricht. Ansonsten hat sie einen melodischen Klang. Der Klang des Speakers ist passabel, kann aber mit einer hochwertigen Soundanlage nicht mithalten. Das wird deutlich, als ich ihn mit Spotify verbinde. Kurzum: Wer einen kleinen Lautsprecher samt Sprachassistenten sucht und nicht die höchsten Erwartungen an die Musikqualität hat, ist mit dem Gerät gut bedient. Der Mini Speaker ist in schwarz oder weiß erhältlich und kostet ca. 50 Euro.

Geschrieben von Monika Läufle am 18.12.2020

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